|
07.04.2006
Blitz, Donner, Windböen, kleinere Hagelkörner und dicke Regentropfen bei recht milden 10-15° Celsius: Mit diesen Wettererscheinungen konnte sich der Frühling endlich gegen den hartnäckigen Spätwinter durchsetzen.

Monatsrückblick März Die Temperaturen lagen in den ersten beiden Märzwochen noch deutlich unter 0° Celsius (-7,4° Celsius am 12.03.2006) und eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Schneehöhe von bis zu 40cm wurde im nördlichen Saarland gemessen. In unserer Region war die Schneehöhe mit 4-9cm nicht so extrem ausgefallen, dennoch kam es zeitweise zu erheblichen Beeinträchtigungen bei Bus, Bahn und im morgendlichen Berufsverkehr.
Wärend sich der Winterverdruss bei so manchem steigerte, konnten sich ab der dritten Monatswoche endlich erste wärmere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum über Frankreich zu uns durchsetzen. Die Folge war ein Temperaturanstieg auf bis zu 19,4° Celsius (am 26.03.2006), womit die maximale Temperatur des März 2005 von 21.1° Celsius (am 16.03.2005) knapp verfehlt wurde. Leider zeigten sich auch die Auswirkungen dieser raschen Erwärmung in Form von kräfigen Regengüssen und kleineren Gewitter. Der gemessene Monats-Niederschlag von 99l/m³ war gegenüber den Vorjahren fast doppelt so hoch ausgefallen und kleinere Überschwemmungen wurden auch im Saarland gemeldet.
Fazit: der März war in unserer Region zu nass und im Durchschnitt um 1,5° Celsius zu kalt gegenüber dem Vorjahr.
Aktuelle Lage In den folgenden Tagen werden nordwestliche Wind- strömungen für Temperaturen unter 0° Celsius in den Nachtstunden verantwortlich sein. Tagsüber werden maximale Temperaturen von 7-15° Celsius erreicht... Ausblick Erst gegen Monatsmitte werden diese kalten Windströmungen durch Atlantik-Strömungen blockiert werden. Dann können wärmere Luftmassen aus dem Mittelmeerraum die Temperaturen ansteigen lassen: die 21° Celsius Marke könnte überschritten werden.
Bei diesem Wetterumschwung kommt es wahrscheinlich zu kräftigen Regenschauer und teilweise zu Stark- windböen. Diese Windböen entstehen unter anderem durch Temperaturunterschiede von aufeinander gleitenden Luftschichten in der Atmossphäre. Da die Temperaturdifferenzen dort grosse physikalische Energieunterschiede darstellen, werden diese in Form von auf- und absteigenden Winden ausgeglichen. Hierbei kommt es zu den teils lokalen Windböen und Gewitter. Ob der Osterhase ein trockenes Moos-Nest vorfinden wird, ist also noch ungewiss. Zum Monatsende sollte es vermehrt zu Schönwetter- abschnitten (1-2Tage) kommen, aber diese Prognose steht noch auf einer sehr wackeligen Datenlage. Das Auftreten charakteristischer Wetterlagen und ihre Bindung an bestimmte Messdaten ist im April weniger ausgeprägt als in anderen Monaten.
Fazit Der unberechenbare Charakter des Monats April wird durch den Umstand geprägt, dass neben dem Monat März hier die durchschnittlich häufigsten Tage mit Starkwindböen gemessen werden. Immerhin, der Winter ist vorbei, die Vegetation packt ihr Frühlingskleid aus und es kann eigentlich nur noch schöner und wärmer werden. |