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01.12.1005
Das unbeliebteste Klima im Jahresverlauf wird oft dem Dezember zugeordnet. Es gibt die größte Häufigkeit an Nebel/Hochnebel, die meisten Niederschlagsstunden und den größten Anteil an tiefer Bewölkung zu beobachten. Der Mangel an Sonnenschein und diffusem Himmelslicht ist im Dezember am ausgeprägtesten und wirkt sich auf viele Menschen negativ aus: -> Depressionen sind die Folgeerscheinung.
Zwei Großwetterlagen bestimmen fast immer das Wetter im Dezember. Tiefdruckgebiete über dem warmen Nordatlantik bringen nasskaltes Schmuddel-Wetter und Hochdruckbrücken vom sibirischen Festland klirrende Kälte.
Die Wettercharakteristik und Aussichten für den Dezember in unserer saarländischen Region kann man wie folgt definieren:
Im ersten Monatsdrittel stellt sich nach kurzem Kälteeinbruch mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Westwetterlage ein (Nordatlantiktief), die zu einer weitgehend trüben und niederschlagsreichen Wetterperiode führt. Hierbei kann es in den Hochlagen des Saarlandes immer wieder zu Schneefällen kommen. Bei Temperaturen über 0°C wird es aber in den übrigen Landesteilen keinen Schnee oder nur Schneematsch geben.
Im zweiten Monatsdrittel herrscht durch den Einfluss von Hochdruckbrücken mit Ursprung auf dem sibirischen Festland zunächst die Neigung zu frostigen und trockenen Wetter. Die Temperaturen können wie in den Vorjahren die -10° Grenze erreichen. Im letzten Monatsdrittel überwiegt wieder das milde, trübe und niederschlagsreiche Wetter: -> am 24.12.2004 wurden z.B. plus 8,6°C gemessen.
Die Tendenz zu frühwinterlichen Kälteeinbrüchen um den 20. Dezember herum könnte dennoch steigen, dann fällt überwiegend im nördlichen Saarland Schnee, aber auch die etwas tieferen Langen könnten mit etwas Glück Schnee abbekommen. Diese 'Kältewelle' wird jedoch häufig durch den Zustrom milder Luft aus den Westen abgelöst und hat das allseits unbeliebte "Weihnachtstauwetter“ zur Folge.
Der Januar beginnt unbeständig und nasskalt, jedoch kann die Temperatur wie im Jahr 2004 eine 'Berg-und-Tal'-Fahrt machen: -12°C am 03.01.2004 und +11,1°C am 11.01.2004
Diese unbeständige Wetterperiode mit neblig trüben, teilweise auch trockenen und frostigen Abschnitten endet oft in der Monatsmitte. Danach stellt sich eine relativ stabile Hochdrucklage ein mit mäßigem bis stärkerem Frost bis zu -13°C. |