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Mai 2010 Schwülwarme Luft und kräftige Sonneneinstrahlung sind eine Brutstätte für Gewitter, besonders bei fallendem Luftdruck.

Manchmal sieht man nach einer klaren Nacht morgens Quellwolken der Art Altocumulus castellanus, dass sind kleine Wölkchen, die wie Burgzinnen aneinander gereiht sind - dann sind Gewitter noch am gleichen Tag sehr wahrscheinlich.
Heizt die Sonne den Boden mächtig auf und ist die Luft feucht genug, weil sie zum Beispiel aus schwülheißen Mittelmeergefilden zu uns kommt, bilden sich bereits am späten Vormittag erste kleine Quellwolken.

Das geschieht, indem sich erwärmte Luftpakete vom Boden lösen und ähnlich wie Luftballons in die Höhe streben. Dabei kühlen sie sich ab und verwandeln sich nach Erreichen des Kondensationsniveaus in kleine Wassertröpfchen, die sichtbaren Wolken entstehen. Noch stehen die Chancen gut, dass sich bis zum Abend alles wieder in Wohlgefallen auflöst oder höchstens ein kurzer Regenguss die Sommerlaune vermiest.
Ist die Temperaturabnahme mit der Höhe groß genug, dann will sich das Luftpaket immer weiter von seinem Ausgangspunkt entfernen und die zunächst kleinen Wölkchen wachsen rasch in die Höhe. Bald erinnert die Wolke an einen riesigen Blumenkohl. Wenn sich nun im oberen Teil Eis bildet, sollte man Bergtouren schnellstens beenden.
Den Vereisungsprozess sieht man auch als Laie. Die klaren Umrisse der Wolke gehen verloren, im oberen Teil bildet sich eine riesige Schleierwolke in Form eines Ambosses.
Die Gewitterwolke ist nun ausgereift, es muss mit Platzregen, Hagel , Sturmböen, Blitz und Donner gerechnet werden. Ein typisches Sommergewitter erstreckt sich über zehn Kilometer und hat eine Lebenszeit von durchschnittlich einer Stunde.
Es kommt vor, dass sich mehrere Gewitterzellen zusammenlagern, so dass sich das Gewitter immer wieder regenerieren kann. Superzellen sind besonders gefährlich. Sie können sich einige Stunden lang halten und verursachen die heftigsten Unwetter, nicht selten auch Tornados Zum Glück sind sie aber selten, denn sie können sich nur mit Unterstützung einer hinreichend starken Windzunahme und Winddrehung mit der Höhe bilden. Besonders häufig bilden sich Gewitter im Gebirge. Die Berge sind ein natürliches Hindernis für die anströmende warme und feuchte Luft, die so in die Höhe gezwungen wird. Das wirkt manchmal wie eine Initialzündung für die Wolkenbildung, die bis zu mächtigen Cumulonimben führen kann. Aber auch beim Durchzug von Wetterfronten können Gewitter entstehen, vorzugsweise an Kaltfronten. Durch die vordringende kalte Luft wird die warme Luft vom Boden angehoben und die Wolkenbildung in Gang gesetzt. |